Mit Wasserstoff betriebener Motor auf dem Prüfstand. © mtu
Mit Wasserstoff betriebener Motor auf dem Prüfstand. © mtu

Freispruch für den Verbrennungsmotor

Rolls-Royce präsentierte auf der UN-Klimakonferenz COP26 vom 31. Oktober bis 12. November 2021 im schottischen Glasgow erstmals sein neues mtu-Brennstoffzellensystem für eine zukünftige CO2-freie Energieversorgung. Die Komplettlösungen zur zuverlässigen Stromversorgung im Megawattbereich kommen ab dem Jahr 2025 zum Serieneinsatz. Der Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems entwickelt nach eigenen Angaben zudem Brennstoffzellen-Systeme für Schiffe und bereitet im Rahmen seines Klimaschutzprogramms Net Zero at Power Systems seine wichtigsten Motorbaureihen für die Verwendung von nachhaltigen Kraftstoffen vor. Die Entwicklungsingenieure arbeiten außerdem bereits an Motoren die mit Wasserstoff bzw Methanol, sowie an Konzepten für dezentrale Power-to-X-Anlagen, betrieben werden können. Power-to-X ist ein Verfahren, bei dem Ökostrom in speicherbaren Kraftstoff umgewandelt wird.

Anmerkg. der Red.: Damit sind die wiederholten unsachlichen Verunglimpfungen des Verbrennungsmotors widerlegt: Nicht das System Verbrennungsmotor steht im Fokus, sondern der Kraftstoff. Neben nachfolgend beschriebenen Kraftstoffen werden zukünftig synthetische Kraftstoffe eine wichtige Rolle bei der Emissionsreduzierung spielen.

Brennstoffzellenlösungen, alternative Kraftstoffe, wie beispielsweise mit Wasserstoff- und Methanol betriebene Motoren, sowie vollelektrische und hybridelektrische Flugzeuge sind nur einige der Schlüsselelemente im Bestreben von Rolls-Royce, bis spätestens 2050 Klimaneutralität zu erreichen. „Wir sind fest überzeugt davon, dass diese Technik zur Bewältigung der Herausforderung des Klimawandels eingesetzt werden kann. Das ist der Grund, warum wir unsere neuen Techniken erstmals auf dem Weltklimagipfel präsentieren. Wir konzentrieren unsere technischen Fähigkeiten darauf, eine führende Rolle dabei zu spielen, dass wichtige Teile der internationalen Wirtschaft bis 2050 klimaneutral werden, darunter die Luftfahrt, die Schifffahrt und die Stromerzeugung“, sagt Andreas Schell, CEO von Rolls-Royce Power Systems.