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DNV GL stellt im Technology Outlook 2025 das vernetzte Schiff und weitere Zukunftstechnologien vor.

Der von der Klassifikationsgesellschaft DNV GL veröffentlichte Technology Outlook 2025 gibt Einblicke in die digitalen und technischen Entwicklungsfelder des nächsten Jahrzehnts. Welche Technologien werden die maritime Industrie in den kommenden Jahren verändern, welche Lösungen machen die Schifffahrt noch effizienter?

Knut Ørbeck-Nilssen, CEO von DNV GL – Maritime.
Knut Ørbeck-Nilssen, CEO von DNV GL – Maritime. © P.Pospiech

„Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten tragen neue Technologien dazu bei, die Industrie zu stärken“, sagt Knut Ørbeck-Nilssen, CEO von DNV GL – Maritime. “In der Schifffahrtsindustrie wird der Bedarf an einer besseren Verarbeitung der anfallenden Betriebsdaten immer größer. Intelligente Softwarelösungen wie das Flottenmanagement-Portal ECO Insight können den Reedern hierbei helfen.“

Mit zunehmender Komplexität steigen auch die Anforderungen an eine moderne Klassifikationsgesellschaft. „DNV GL unterstützt die Reeder dabei, ihre Schiffe noch effizienter zu betreiben, auf immer strengere Umweltregularien vorbereitet zu sein und mithilfe von neuen Technologien weiter in die intelligente Schifffahrt von morgen einzusteigen. Der Technology Outlook 2025 vermittelt darüber einen Überblick“, erläutert Knut Ørbeck-Nilssen, „Schon heute unterstützen Drohnen unsere Besichtiger bei ihren Arbeiten an Bord.

DNVGL-Besichtiger benötigen keine aufwendigen Stellagen zur Kontrolle der Tankräume.
DNVGL-Besichtiger benötigen keine aufwendigen Stellagen zur Kontrolle der Tankräume.

Damit können Bereiche, die normalerweise nur unter erschwerten Bedingungen erreicht werden, wesentlich schneller, sorgfältiger und kostengünstiger überprüft werden“.

Shipping 4.0 lässt grüßen

Die Digitalisierung der Informationsströme wird die Automatisierung von bestehenden Prozessen vorantreiben und einen positiven Einfluss auf die Sicherheit und Umweltverträglichkeit haben, erwartet DNV GL. Schiffe werden zunehmend mit Sensoren versehen sein und wertvolle Daten an die Crew und das Flottenmanagement an Land übermitteln. Bessere Satellitennetze und Big-Data-Technologien werden den Vernetzungsgrad der Schiffe immer weiter vergrößern und zu sinkenden Betriebskosten führen.

DNVGL-Besichtiger mit Helmkamera: Die Daten werden sofort auf einen PC übertragen.
DNVGL-Besichtiger mit Helmkamera: Die Daten werden sofort auf einen PC übertragen.

Der Technology Outlook 2025 beschreibt weitere Neuerungen in den kommenden zehn Jahren. So werden additive Fertigungsverfahren und der 3D-Druck große Veränderungen mit sich bringen, wo und wie Produkte hergestellt werden. „Ersatzteile für Schiffe könnten dann in einem beliebigen Hafen ausgedruckt werden – sogar aus Recyclingmaterial, da die Kreislaufwirtschaft sich immer weiter verbreitet“, so Ørbeck-Nilssen. „Moderne Schiffe sind hoch automatisiert und abhängig von Software-basierten Steuerungssystemen, wie der Dynamischen Positionierung (DP), oder sicherheitsrelevanten Funktionen und Notfallsteuerungen. Cyber-physische Systeme, also die Verknüpfung von Maschinen mit Informations-, Kommunikations- und Automatisierungstechnik und deren Einbindung in übergeordnete Systeme, treten hier einer neuen Ära entgegen. Die Komponenten werden mithilfe von intelligenten Sensoren und erweiterter Software überwacht, gesteuert und optimiert.“

Der Besichtiger bei der Arbeit mit dem IRIS-Inspection System.
Der Besichtiger bei der Arbeit mit dem IRIS-Inspection System.

Neben der maritimen Industrie beschäftigt sich der Technology Outlook 2025 auch mit Energie, Öl & Gas und Biowissenschaften (Life Sciences). Die Digitalisierung wird sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche ziehen. Die DNV GL-Studie blickt ferner auch auf Wirtschaftstrends, geopolitische Entwicklungen, Umweltfragen und demografische Veränderungen.

Beitrag: DNV GL/PP

Dipl. -Ing. Peter Pospiech
Redaktionsleitung bei VEUS-Shipping.com mit Schwerpunkt Schiffsbetriebstechnik, Transport, Logistik, Schiffahrt, Hafen und dem weitreichenden Thema Umweltschutz sowie gesetzliche Auflagen für Antriebsmaschinen.

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